Taizé ist viel Ruhe und Abenteuer zugleich

Taizé kann man nicht beschreiben – man muss es erleben.

Und trotzdem versuche ich jetzt einmal, das dort Erlebte in Worte zu fassen. Taizé, das ist ein kleiner Ort mit einem Kloster in Frankreich, in dem in der Osterwoche über 2000 Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenkommen, um bei den Brüdern der Gemeinschaft zu leben und das Osterfest zu feiern.

Eine Woche im Kloster – das klingt natürlich erst einmal nach viel Verzicht und einer stillen, in sich gekehrten Zeit. Und wirklich, das Essen ist nicht immer appetitlich, die Unterkünfte nicht gerade luxuriös und man hat wirklich viel Zeit, über sich und die Welt nachzudenken. Jeden Tag wird zusammen gearbeitet (ich persönlich bin ein großer Fan des Abwaschteams) und miteinander in kleinen oder größeren Gruppen über Themen des alltäglichen Lebens diskutiert. Dreimal am Tag geht man in Taizé in den Gottesdienst, der fast nur aus den wunderschönen, meditativen Taizé-Gesängen besteht und der so berührend und völlig anders ist, als die uns bekannten Gottesdienste hier in unseren Gemeinden.

Aber Taizé zeigt sich dem Besucher auch von einer ganz anderen Seite. Nirgendwo sonst, lernt man in so kurzer Zeit so viele nette und offene Menschen kennen. Nirgendwo sonst, ist es ganz normal mit scheinbar wildfremden Menschen zusammen zu essen und in einem Zimmer zu schlafen. Unvergessen bleiben die vielen Abende am Oyak, dem Treffpunkt nach dem Gottesdienst, an denen wir von der Gitarre begleitet die neusten Chart-Hits oder alte Klassiker grölten. Auch an die portugiesischen Partytänze werde ich mich sicher noch lange erinnern, schon allein deshalb, weil auch nach der Woche in Taizé der Kontakt zu den dort getroffenen Menschen bestehen bleibt.

Taizé ist beides – unfassbar viel Ruhe und ungemein viel Abenteuer. Ich kenne nur Wenige, die sich nicht wünschen, wieder einmal nach Taizé zurück zu kehren. Die dort erlebte Harmonie, Verbundenheit und Offenheit der Menschen ist ein Erlebnis, das einen nicht wieder loslässt und deshalb kann auch ich mir nichts Schöneres vorstellen, als auch nächstes Jahr wieder nach Taizé zu fahren.

Text und Bild: Rachel B.

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