Wer zahlt den Preis für unseren grenzenlosen Konsum?

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Vor dem Start in Bezirk Varel vor der Bockhorner Kirche

Hoffnungsmarsch der Ev. Jugend im Kirchenkreis Friesland – Wilhelmshaven
Am 24. September 2016 haben sich über 600 Jugendliche, zumeist Konfirmandinnen und Konfirmanden, zu Hoffnungsmärschen in den Bezirken Varel, Jever und Wilhelmshaven begeben.
Unter dem Motto „Wer zahlt den Preis für unseren grenzenlosen Konsum?“- haben die Jugendlichen im Vorfeld Spenden für „Brot für die Welt“ gesammelt, für die sie nun gelaufen sind.
Zum Thema des diesjährigen Hoffnungsmarsches berichtet Kreisjugenddiakon Herko Zobel:
Shoppen ist eine der Lieblingsbeschäftigungen von vielen Menschen, besonders von Jugendlichen. Doch ist ihnen meistens nicht bewusst, wo ihre Kleidung herkommt, unter was für Bedingungen sie hergestellt wurde, durch wie viele Hände sie gegangen und welche Wege sie zurückgelegt hat.
Weltweit leben rund 300 Millionen Menschen von der Baumwollindustrie, viele davon unter teils katastrophalen Bedingungen, da bei der Baumwollindustrie teilweise massive soziale, ökologische und gesundheitliche Probleme auftauchen. Mehr als eine Million Kinder werden zur Arbeit auf Baumwollfeldern gezwungen, viele müssen mitarbeiten, da ihre Familie sonst nicht über die Runden kommen und in Usbekistan, einem der großen Baumwollländer, werden während der Erntezeit die Schulen geschlossen, damit die Kinder auf den Feldern arbeiten können bzw. müssen.

Die Spenden für alle Hoffnungsmärsche von über 8000,00 Euro fließen zu 100 Prozent an „Brot für die Welt“, um die Not in vielen Ländern dieser Erde zu lindern.
An dieser Stelle bedankt sich Herko Zobel noch einmal ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Hoffnungsmärsche erst durch ihr Engagement möglich gemacht haben. Dies sind nicht nur Ehrenamtliche aus der Evangelischen Jugend, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerk, den Johannitern, den Maltesern, dem Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und der Polizei. Auch regionale Unternehmen steuerten zu den Hoffnungsmärschen bei, indem sie günstig Produkte oder Dienstleistungen zu Verfügung stellten.
Mit der Teilnahme am Hoffnungsmarsch leisten die Jugendlichen ihren Beitrag zu einer gerechteren Welt.

Einige Fotos von den Hoffnungsmärschen gibt es hier:

Veröffentlicht von

Regionaljugendreferent im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven

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